29. Mär. 2025
Unsere Elf startete mit einem 0:0-Unentschieden beim Grazer AK 1902 in den Qualifikationsdurchgang der ADMIRAL Bundesliga.
Unser Trainerteam rund um Cheftrainer Philipp Semlic schickte unsere WSGler in der 3-5-2-Formation auf das äußerst nasse und seifige Grün der Merkur Arena. Die beiden Tiroler Lukas Hinterseer und Stefan Škrbo bildeten die vorderste Angriffsreihe, während Quincy Butler abermals als rechter Schienenspieler agierte.
Vor 4.203 Zuschauer:innen und einer beeindruckenden Choreographie der Rotjacken-Anhänger:innen taten sich beide Mannschaften zu Beginn der 23. Runde schwer, kontinuierliche Ballstafetten aufzubauen. Der Platz in der Merkur Arena zeigte sich am Rande der Bespielbarkeit und unter strömenden Regen waren es die Hausherren, die die erste Chance der Partie vorfanden. Maderner wurde mit einem langen Ball in Szene gesetzt und prüfte die Aufmerksamkeit von Rückhalt Adam Stejskal. Der Tscheche hatte bei dem Abschluss des großgewachsenen Mittelstürmers aber keine Probleme (4‘). Das Duell plätscherte im Anschluss im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin, allerdings mit zunehmenden Vorteilen für unsere Grün-Weißen. Lukas Hinterseer aus schwieriger Lage per Kopfball (25‘) und Quincy Butler mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel (33‘) verzeichneten zarte Torannäherungen in Richtung des Kastens des Aufsteigers. Kurz vor Pausenpfiff war es abermals der pfeilschnelle US-Amerikaner, der den Atem der Steirer zum Stocken brachte. Nach einem mustergültigen Haken im Strafraum der Heimischen zog der Wingback platziert in die untere Ecke ab, ehe Wiegele mit einem blitzsauberen Reflex unsere Führung verhindern konnte (44‘). Damit blieb es beim torlosen ersten Spielabschnitt.
Nervenaufreibende Schlussphase in Graz-Liebenau
Der Grazer Stadtklub kam mit zwei Personalveränderungen aus den Katakomben und brachte mit Sadik Fofana und Laszlo Kleinheisler frische Kräfte für das Mittelfeld. Einen Hochkaräter auf den Torjubel auf Seiten der Grazer fand allerdings ein Abwehrspieler vor. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Kreuzriegler nach einer Satin-Ecke in den Grazer Nachthimmel emporstieg und das Kunstleder auf den Querbalken bugsierte (56‘). Glück für unsere WSGler, die allerdings nicht lange auf eine Antwort warten ließen. Angreifer Škrbo setzte im Strafraum zur Finte an, schickte einen heranrutschenden GAK-Abwehrspieler in schönster Manier ins Leere und verfehlte mit seinem Linksschuss nur um Zentimeter das Gehäuse (54‘). In Minute 70 landete das Spielgerät schließlich im Kasten der Heimelf: Über Umwege kam Hinterseer an das Spielgerät und drückte das Spielgerät über die Linie. Die Torschreie unserer Grün-Weißen verstummten allerdings postwendend, als Linienrichter Trampusch völlig zurecht eine Abseitsposition des Unterländers anzeigte. Diese Szene war wie ein Weckruf für die unsere Mannen, die fortan wieder besser im Spiel waren und durch den kurz zuvor eingewechselten Anselm eine weitere Möglichkeit vorfanden. Der Kirchbichler zog aus der Distanz ab und zwang Wiegele zu einer Flugparade (73‘). Auch die daraus resultierende Ecke sorgte für viel Unruhe im Strafraum der Rotjacken, allerdings fand sich kein passender Abnehmer in unseren Reihen. Es entwickelte sich eine nervenaufreibende Schlussphase, in der Adam Stejskal durch einen Cipot-Abschluss zu einer Glanztat gezwungen wurde (81‘). Der letzte Aufreger gehörte dann aber wieder unseren Grün-Weißen: Mittelfeldmotor Johannes Naschberger zog aus der Strafraummitte ab und traf ebenso nur Aluminium (86‘). Das hätte der Lucky Punch für unsere Mannschaft sein können, der allerdings um Haaresbreite durch das Gestänge verhindert wurde und das 0:0-Unentschieden besiegelte.
Philipp Semlic (Cheftrainer): "Wir waren gut vorbereitet und haben gewusst, was es heißt, heute auf diesem Platz Fußball zu spielen. Meine Mannschaft hat es voll angenommen, gut gekämpft und alles reingeworfen. Genau das hat es gebraucht. Mit ein bisschen mehr Fortüne bei dem Stangenschuss oder bei dem Abschluss von Stefan Škrbo hätte wir vielleicht den Lucky Punch machen können. Dann sage ich aber wenn wir den nicht gemacht haben, dürfen wir am Ende nicht verlieren und das hat unsere Mannschaft gemacht."
Valentino Müller (Kapitän): "Es war das zu erwartende schwere Spiel. Wir waren vorbereitet und kennen die Situation bereits aus den letzten Jahren. Am Ende ist es einfach wichtig, dieses Spiel nicht zu verlieren. Und das haben wir geschafft."
Aufstellung Grazer AK 1902:
Wiegele – Kreuzriegler – Filipovic – Satin (90‘ Schriebl) – Maderner – Lichtenberger (46‘ Kleinheisler) – Perchtold (46‘ Fofana) – Schiestl – Jano (66‘ Cipot) – Frieser (80‘ Italiano) – Jovicic
Aufstellung WSG Tirol:
Stejskal – Butler – David – Lawrence – Gugganig – Czyborra – Müller – Taferner – Naschberger (90‘ Jaunegg) – Škrbo (90‘ Üstündag) – Hinterseer (71‘ Anselm)
Grazer AK 1902 – WSG Tirol 0:0 (0:0)
ADMIRAL Bundesliga | 23. Runde
29. März 2025 | 17:00 Uhr
Tore: /
Rote Karte: Schiestl (nach Spielende)
Merkur Arena, Graz
4.203 Zuschauer:innen
WSG TIROL
Dr. Karl-Stainer-Straße 31
A-6112 Wattens
Geschäftszeiten:
Mo - Do: 08:30 - 12:00 Uhr
13:00 - 17:00 Uhr
Fr: 08:30 - 12:00 Uhr